Von Herbst bis Frühling  findet an der Rupert Egenberger Schule in Höchberg das Märchenprojekt „Erzählkunst macht Schule“ statt. Die vier Klassen der Grundschulstufe  kommen einmal in der Woche, jeden Dienstag, mit der professionellen Erzählerin Gesine Kleinwächter zusammen, lauschen gespannt einem Märchen, erzählen es selber nach und vertiefen das Gehörte durch das Malen des Märchens in ein dickes Heft, so dass am Ende des Projekts jedes Kind ein ganz persönliches Märchenbuch in der Hand hält.
Das Anliegen des Projektes ist es, anhand von Märchen, Mythen und Geschichten das Sprachverständnis von Kindern zu wecken und zu fördern. Das gelingt mit den Märchen und Geschichten besonders gut, weil sie die Kinder dort abholen, wo sie stehen, sie aber an einen anderen und sehr viel authentischeren Ort bringen können als die Reizüberflutung durch die Medien. Kinder können so in Sprache und Geschichten heimisch werden, weil Vorstellungskraft und Emotionen angesprochen und die existentielle Erfahrung menschlicher Grundsituationen aufgerufen werden. So kann ganz natürlich und leicht die kreative Macht der Sprache geweckt und erfahrbar werden. Das Projekt fördert auch die soziale Kompetenz durch das Erleben von „Gut und Böse“ und dem Umgang damit wie etwa in der  Fähigkeit Kompromisse zu schließen. Darüber hinaus bietet dieser Rahmen insbesondere die Möglichkeit, sprachliche und emotionale Ausdrucksmöglichkeiten zu fördern, was gerade Kindern mit Förderbedarfen in diesen Bereichen mit Hilfe dieses „alten“ Mediums zu Gute kommt.
Ermöglicht wurde das Projekt durch die finanzielle Unterstützung der Raiffeisenbank Höchberg hier im Bild mit der Scheckübergabe (Klasse 3/4a; von hinten rechts: Hr. Sinke, Schulleiter- Fr. Kempf, Raiffeisenbank Höchberg- Fr. Kleinwächter, Märchenerzählerin)

Bild und  Text: Thomas Sinke