Am 23.09.2020 machten wir Kinder uns mit unseren Lehrkräften aufgeregt auf den Weg zu dem Bauernhof von Familie Kinzinger in Burgerroth. An diesem Tag fand für niemanden Unterricht statt – dass fanden wir schonmal toll J. Um 8.30 Uhr fuhren wir los. Dort angekommen stellten wir uns erst einmal Frau Kinzinger vor. Ein paar von uns Kinder kannten sie noch vom letzten Besuch.

Frau Kinziger ging mit uns in ihren Bauerngarten und erzählte uns alles über ihr angebautes Gemüse, welches jetzt – in der Erntezeit im Herbst – geerntet wird. Wir lernten Sellerie, Paprika, Gurken, Zucchini und verschiedenen Salate kennen. Frau Kinzinger erklärte uns, dass es Salatsorten gibt die im Winter draußen bleiben dürfen und bis im März geerntet werden können so dass es immer eigenen Salat zu essen gibt. Einige Pflanzen waren aber leider auch schon abgeerntet sowie die Erdbeeren – Schade!

Dann durften wir ran! Wir ernteten die Tomaten mit der Aussicht diese danach zu unserem Pausenbrot vespern zu dürfen. Die waren wirklich winzig – extra um diese schnell in den Mund verschwinden zu lassen. Lecker!

Nach der Arbeit erst einmal Frühstückspause. Händewaschen nicht vergessen! Um ein leckeres Butterbrot essen zu können mussten wir erst die Butter selber herstellen. Dazu füllte Frau Kinzinger Schlagsahne in ein Schraubglas - und dann hieß es kräftig schütteln! Jeder von uns schüttelte kräftig bis er ganz aus der Puste war. Schließlich hatten wir die Butter fertig. Derweil hat Frau Kinziger Eier gekocht, die sie von ihren Hühnern geholt hat. So konnten wir uns ein leckeres Butterbrot mit gekochten Eiern und Tomaten schmecken lassen.

Frisch gestärkt ging es wieder an die Arbeit. Ein Nachbar hat die Kartoffeln auf dem Feld gerodet. Da hieß es sich fleißig bücken und einsammeln. Wir marschierten bewaffnet mit Eimern und Harke zum nahegelegenem Feld. Frau Kinzinger erklärte uns welche Kartoffeln wir in den Sack glauben sollten –natürlich nur die Guten! – und welche nicht. Da gab es welche die waren schon ganz braun und schrumpelig – dass waren die Mutterkartoffeln, die im Frühjahr gelegt wurden und aus der die neuen Kartoffeln gewachsen sind. Eifrig bückten wir uns bis die Säcke voll waren. Dann ging es für uns weiter.

Frau Kinzinger erklärte uns, dass gerade auch die meisten Äpfel reif sind und von den Bäumen fallen. Bei den Bäumen angekommen laßen wir das Fallobst auch in die mitgebrachten Säcke, welche Frau Kinzinger zu einer Mosterei bringt um daraus Saft pressen zu lassen. Schade dass dafür heute keine Zeit war… L. Natürlich durften wir die verschiedenen Apfelsorten auch probieren. Da gab es welche die waren ganz mehlig, andere waren lecker süß und die die wir vom Baum pflückten waren noch ganz schön sauer. Frau Kinziger erklärte und dass diese noch nicht ganz reif ist und deshalb noch sauer.

Nachdem wir das Feld abgeerntet und die Äpfel geglaubt haben durften wir endlich zu den Kühen. Diese leben in einem Laufstall und hatten großen Hunger! Auf dem Weg zu Stall fanden wir noch Maiskolben, die der Häcksler übersehen hatten und die den Kühen total schmeckten – hmmmm! Auch Heu und Silage durften wir den Kühen füttern. Die Kühe hatten sogar Hörner, welche bei einigen schon abgebrochen waren- dass muss der Kuh ganz schön weh tun!  Frau Kinzinger zeigte uns ein solches Horn, das wir dann neugierig bestaunten.

Leider war dann auch schon Mittag und unser Tag auf dem Bauernhof war zu Ende. Wir wollten alle noch gar nicht gehen so schön war es dort. Wir haben dort wieder viele neue Sachen gelernt und ausprobieren dürfen. Von diesen ganzen neuen Eindrücken ging es dann total fertig und mit ein bisschen Heu in den Haaren mit den Bussen nach Hause. 

Es war so schön. Hoffentlich kommen wir bald wieder!!!