Am Dienstag gab es eine freudige Überraschung: Donnerstag ist Wandertag! Da es die letzten Tage recht kalt war und es viele Regenschauer gab, hofften wir alle, dass es am Donnerstag trocken bleiben würde und wir nicht durch Pfützen laufen müssen.

Donnerstag kamen wir schon ganz aufgeregt in der Schule an. Wann geht es denn endlich los?! Davor hieß es noch einmal die Verkehrsschilder zu wiederholen, damit wir fit für unsere Fahrradprüfung werden.

Um 9 Uhr ging es dann endlich los! Die letzten Kinder wurden noch mit Regenschirmen ausgestatten, damit alle, falls der Wetterbericht gelogen hat und es doch regnen sollte, einen guten Schutz dabei haben.

Dann marschierten wir los. Erst runter an den Main und dann am Radweg entlang Richtung Eibelstadt. Dort entdeckten wir viele Schilder, die wir im Unterricht besprochen haben und konnten stolz erzählen was wir beachten müssen und was diese bedeuten. Ein wichtiges Schild war gleich am Anfang, es wies und darauf hin, dass wir auf einem gemeinsamen Fuß- und Radweg sind und wir deshalb aufpassen müssen wenn Fahrradfahrer vorbeifahren. Auf diesem Weg war auch reger Betrieb – genau wie auf dem Main, wo viele Schiffe vorbei gefahren sind. Ein Kapitän hat uns sogar zurück gewunken.

Auf halber Strecke war eine Weide auf der zwei Kühe mit einem Kälbchen gefressen haben. Das Kälbchen war so süß. Frau Schreiter erzählte, dass die Kühe Rasenmäher am Main entlang spielen und so das Gras kurzhalten.

Nachdem wir die Kühe ausgiebig bewundert hatten und die Jungs als Mutprobe gegen den Stromzaun fassen wollten, liefen wir weiter. Neben dem Radweg sah es fast aus wie in einem Dschungel, sogar eine Hütte entdeckten wir darin – wer da wohl lebt? Mogli vielleicht?

Es war bereits fast 10 Uhr und die ersten von uns bekamen Hunger und wurden quengelig, doch unsere Lehrerinnen ermutigten uns weiter zu laufen, da Eibelstadt – und so unser Ziel - schon zu sehen war. Am Spielplatz angekommen stürzten sich die einen auf ihre mitgebrachte Vesper und legten sich zum Chillen in die Hängematten. Die anderen eroberten sofort die Spielgeräte, die aus Baumstämmen errichtet worden waren. Wir kletterten wie die Affen bis ganz in die Spitze, hängten uns an den Beinen von den Stangen, balancierten auf den Stämmen und was uns nicht alles einfiel! Tammy fand beim Toben zwei Silberringe mit eingravierten Namen, Frau Schreiter brachte diese auf das Fundbüro bei ihrer Erkundung nach der besten Eisdiele.

Während Frau Schreiter unterwegs war, spielten wir erst Fußball (wir mussten höllisch aufpassen, dass der Ball nicht in den Main rollte!) und dann entdeckten wir die Tischtennisplatte, auf der wir mit dem Softball ein neues Spiel erfanden (mit unseren Händen als Schläger). Auch die Schaukeln fanden regen Anklang, jedoch nicht lange da sie quietschten und für uns zu tief hängten, sodass unsere Beine zu lang waren. Die Mädels spielten derweil mit Frau Beck Uno, so dass bei niemanden Langeweile aufkommen konnte.

Dann war Frau Schreiter auch schon zurück von ihrer Erkundungstour. Also marschierten wir in den Ort in die beste Eisdiele die Eibelstadt zu bieten hat. Und jeder bekam zwei Kugeln Eis spendiert. Bei unserem Klassenranking liegt Schlumpfeis ganz klar vorne! Da wir uns wegen Corona nicht in der Eisdiele hinsetzen durften, setzten wir uns auf die Stufen vor dem Rathaus.

Noch bevor alle aufgegessen hatten, war schon wieder Zeit zurückzulaufen. Also wieder runter an den Main, am Spielplatz vorbei („Können wir nicht noch bisschen bleiben?“), vorbei an einer Seilbahn (leider war keine Zeit diese zu fahren - vielleicht beim nächsten Mal), entlang des Dschungels, den Kühen winken und dann waren wir auch schon wieder in Sommerhausen. Gerade rechtzeitig für die Busse!

Müde und glücklich nicht nass geworden zu sein fuhren wir heim. Was für ein schöner Wandertag! Hoffentlich machen wir sowas öfter!